VCV — Volumenkontrollierte Beatmung
Ein eingestelltes Atemzugvolumen wird in jedem Zyklus präzise abgegeben; die Beatmung ist gerätegesteuert und der Inspirationsdruck variiert mit Compliance und Resistance.
Kurvenformen
Physiologische Grundlage
VCV passt den zur Abgabe des eingestellten Atemzugvolumens nötigen Druck dynamisch an. Klassisches VCV verwendet einen konstanten (rechteckigen) Fluss: ein gleichmäßiger Fluss läuft durch die Inspiration, die endet, wenn das Volumenziel erreicht ist. Dies ergibt eine vorhersehbare Minutenventilation und CO₂-Kontrolle, aber der Spitzendruck ist ungeregelt, sodass Compliance-Änderungen das Barotrauma-Risiko erhöhen können.
VCV ist der weltweit am häufigsten verwendete Modus — globale Studien zeigen, dass er für etwa 60 % der gesamten Beatmungszeit gewählt wird — vor allem wegen seiner vorhersehbaren Kontrolle von Minutenventilation und CO₂-Auswaschung.
Einstellbare Parameter 7
Beeinflusst die Oxygenierung; verhindert den Alveolarkollaps.
Präzises Atemzugvolumen, das mit jedem Atemzug abgegeben wird. Ziel 6–8 ml/kg IBW.
Bestimmt direkt die CO₂-Auswaschung und die Minutenventilation.
Abgabezeit bei konstantem Volumen; beeinflusst das I:E-Verhältnis.
Sicherheitsgrenze gegen Barotrauma; bei Überschreitung wird ein Alarm ausgelöst.
Untere Grenze zur Erkennung von Leckagen im Schlauchsystem oder einer abnorm niedrigen Compliance.
1,5× Volumen alle 20 Atemzüge; Atelektasenprophylaxe.