Spontan & Unterstützung

PSV — Druckunterstützte Beatmung

Ein rein spontaner Modus: Das Gerät erkennt jede Inspirationsanstrengung und wendet eine Druckunterstützung an, mit flussgesteuertem Übergang zur Ausatmung. Es löst niemals selbst Atemzüge aus; eine Apnoe-Hintergrundbeatmung greift ein, wenn keine Anstrengung erkannt wird.

Kurvenformen

PSV — patientengetriggerter, druckunterstützter Atemzug.
PSV — patientengetriggerter, druckunterstützter Atemzug.
Exspirationstrigger 5 % — empfindlichste Umschaltung.
Exspirationstrigger 5 % — empfindlichste Umschaltung.
Exspirationstrigger 100 % — am wenigsten empfindliche Umschaltung.
Exspirationstrigger 100 % — am wenigsten empfindliche Umschaltung.

Physiologische Grundlage

Jeder PSV-Atemzug hat drei Phasen. Triggerung: eine kleine Patientenanstrengung verändert den Fluss im Schlauchsystem und das Gerät beginnt mit der Druckunterstützung. Begrenzung: das Gerät erreicht schnell den IPAP und der Fluss beginnt zu sinken, wobei das abfallende Profil die Gasverteilung optimiert. Umschaltung: wenn der Inspirationsfluss auf den eingestellten Prozentsatz seines Spitzenwerts (Exspirationstrigger) abfällt, schaltet das Gerät auf PEEP zur passiven Ausatmung um.

Der Atemantrieb, die Muskelkraft und die Lungenmechanik des Patienten prägen das Atemzugvolumen unmittelbar. Ein hoher Antrieb mit hoher PS kann ein übermäßiges Volumen und einen übermäßigen transpulmonalen Druck erzeugen; ein niedriger Antrieb mit schwacher Muskulatur kann ein zu geringes Volumen ergeben, wobei die Apnoe-Hintergrundbeatmung übernimmt.

Einstellbare Parameter 13

IPAP

Das Niveau der Druckunterstützung; bestimmt indirekt das Atemzugvolumen.

PEEP

Positiver endexspiratorischer Druck; für Oxygenierung und Triggerung.

Zielvolumen

Überwachungsreferenz (es wird empfohlen, unter 8–10 ml/kg zu bleiben).

Frequenz (Backup)

Die im Falle einer Apnoe aktivierte mandatorische Frequenz.

Insp.-Zeit (Backup)

Inspirationszeit bei Apnoe-Hintergrundatemzügen.

Maximaldruck

Sicherheitsgrenze.

I-Slope

Geschwindigkeit des Druckanstiegs; beeinflusst Komfort und Triggerqualität.

Insp.-Trigger

Schwellenwert für die spontane Anstrengung; zu empfindlich → Auto-Triggerung, zu grob → verzögerte Triggerung.

Exsp.-Trigger

Endinspiratorischer Flussprozentsatz; kann bei obstruktiven Erkrankungen erhöht werden.

Trigger-Sperre

Verhinderung eines frühen erneuten Triggerns.

Max./Min. Inspirationszeit

Sicherheitsgrenzen gegen Zyklusstörungen.

Apnoe-Dauer

Wartezeit-Schwellenwert für die Spontanatmung; bei Überschreitung greift die Hintergrundbeatmung ein.

Seufzer

Atelektasenprophylaxe: ein periodischer tiefer Atemzug.

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